Darm- und Pankreaszentrum

Halt finden, wenn eine Diagnose alles verändert.

Liebe Patientin, lieber Patient, liebe Angehörige,

eine Erkrankung des Magen-Darm-Traktes oder der Bauchspeicheldrüse bringt oft eine Situation mit sich, die vieles verändert. Sie wirft Fragen auf, schafft Unsicherheit und berührt weit mehr als nur den körperlichen Zustand. In solchen Momenten ist es mir besonders wichtig, dass Sie nicht nur medizinisch exzellent versorgt werden, sondern auch Vertrauen, Orientierung und eine verlässliche Begleitung finden.

Im Darm- und Pankreaszentrum Köln-Hohenlind verbinden wir umfassende fachliche Kompetenz mit menschlicher Nähe. Wir kümmern uns besonders um die anspruchsvolle Behandlung bösartiger Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes, die eine präzise Planung und das enge Zusammenspiel vieler Disziplinen erfordert. Unser Team aus Viszeralchirurgie und Gastroenterologie arbeitet eng vernetzt – unterstützt durch onkologisch erfahrene Pflegekräfte und ein
professionelles Koordinationsteam.

Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Sie und Ihre Angehörigen in jeder Phase gut begleitet sind. Wir erklären alle Schritte verständlich, schaffen Klarheit in belastenden Momenten und unterstützen Sie bei wichtigen Entscheidungen.

Ich lade Sie ein, die Menschen kennenzulernen, die Sie auf diesem Weg einfühlsam, verlässlich und transparent begleiten.

Herzliche Grüße aus Hohenlind
Prof. Dr. med. Christian Krieglstein
und 
PD. Dr. med. Beate Appenrodt

Leitung Darm- und Pankreaszentrum
Chefarzt der Klinik für Chirurgie
Prof. Dr. med. Christian Krieglstein
 

Stellv. Leitung Darm- und Pankreaszentrum
Chefärztin der Medizinischen Klinik
PD. Dr. med. Beate Appenrodt
 

Unsere Behandlungsschwerpunkte

Kolonkarzinom

inkl. Symptome, Diagnostik, Therapieoptionen

(Tiefes) Rektumkarzinom

inkl. Symptome, Diagnostik, Therapieoptionen

Pankreaskarzinom

inkl. Symptome, Diagnostik, Therapieoptionen

Onkologische Behandlungen

Chirurgie, Chemotherapie, multimodale Therapien

Vorsorge und Abklärung

für Patient:innen mit Verdacht oder familiärer Vorbelastung

Unser Versprechen an Sie

Wir wissen, wie sehr eine Krebsdiagnose das Leben verändert – und wie wichtig es ist, in dieser Zeit Menschen an seiner Seite zu haben, die stärken, zuhören und Halt geben. Deshalb versprechen wir Ihnen eine
Behandlung, die nicht nur medizinisch auf höchstem Niveau ist, sondern auch menschlich trägt.

Bei uns greifen alle Schritte Ihrer Versorgung nahtlos ineinander. Ein erfahrenes Team begleitet Sie durch jede Phase der Behandlung, nimmt Ihre Sorgen ernst und gibt Ihnen eine klare Orientierung.

Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen, achten aufmerksam auf Ihre Bedürfnisse und schaffen Sicherheit durch geprüfte Qualität. Neben der medizinischen Exzellenz tun wir alles dafür, dass Sie sich bei uns verstanden und gut aufgehoben fühlen.

Unsere Schwerpunkte

Im Folgenden können Sie sich über die Behandlungsschwerpunkte des Darm- und Pankreaszentrums Hohenlind informieren.

1. Epidemiologie, Anatomie, Genese

Als Dickdarm/Colon bezeichnet man den „letzten Teil“ des Gastrointestinaltraktes ab der Stelle, wo der Dünndarm im Bereich der Ileozökalklappe in das Colon ascendens übergeht. Es folgen „Colon Transversum“ und „Colon Descendens“, bevor über den „S“-förmigen Teil des Dickdarms das Rektum, also der Enddarm, erreicht wird.
Trotz in den letzten Jahren rückläufiger Inzidenz gehören Dickdarmkrebserkrankungen bei Männern und bei Frauen immer noch zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen. Jährlich werden ca. 20.000 Neuerkrankungen bei Männern als auch bei Frauen diagnostiziert. Mittleres Erkrankungsalter zwischen 74 und 77 Jahren.

Ein Großteil der Tumorerkrankungen geht auf die sogenannte Adenom-Karzinom-Sequenz zurück, in der sie sich über Jahre hinweg aus gesunder Schleimhaut über Polypen schließlich ein Karzinom entwickelt. Es gibt allerdings auch prädisponierende Faktoren wie genetische Syndrome, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Lebensumstände, die die Entwicklung eines Kolonkarzinoms begünstigen. Bekannte Risikofaktoren sind Alkoholkonsum, Rauchen, fettreiche Ernährung, rotes Fleisch, wenig Gemüse, Adipositas und Bewegungsmangel.

2. Vorsorge und Früherkennung 

Der Nutzen von Verhaltensweisen zur Reduktion des Risikos an einem Kolonkarzinom zu erkranken ist bekannt – hier geht es in erster Linie wir um den Verzicht auf Nikotin, Alkohol, fettige Speisen, das vermehrte Zuführen von Ballaststoffreicher Kost, ausreichende sportliche Betätigung und die Reduktion von Gewicht in den Normalbereich.

Des Weiteren ist die Vorsorgekoloskopie eine der etablierten endoskopischen Untersuchungen, die zur Vermeidung von Krebs-Erkrankungen angewandt werden kann, nämlich dann, wenn ein Polyp, der potentiell maligne entarteten könnte, in dieser Untersuchung entfernt werden kann.

Ab dem 50. Lebensjahr wird diese Untersuchung für Frauen und Männer empfohlen. Weitere Optionen der Früherkennung bestehen z. B. in der Untersuchung des Stuhlgangs auf okkultes Blut.

3. Symptome

Neben unspezifischen Symptomen wie einer ungewollten Gewichts-Abnahme, einem Leistungsknick, Müdigkeit und Abgeschlagenheit können auch Beschwerden durch die Verlegung des Darmlumens durch einen Tumor die Patientin oder den Patienten zum Arzt führen – hierzu können Bauchschmerzen und Krämpfe, Änderungen der Stuhlgewohnheiten bis hin zu einem Darmverschluss – und Blut im Stuhl – gehören.

4. Diagnostik

Die Verdachtsdiagnose einer Dickdarmkrebs-Erkrankung muss durch die entsprechenden Spiegelungsuntersuchungen und bildgebenden Untersuchungen abgesichert werden.

  • Anamnese und körperliche Untersuchung
  • Laboruntersuchung / Tumormarker
  • Koloskopie
  • Ultraschalluntersuchung (Sonographie) des Bauchraums
  • Computertomographie (CT)
  • Magnetresonanztomographie (MRT)

5. Stadieneinteilung und Therapieplanung

Aus den Ergebnissen der Untersuchungen ergibt sich das Tumorstadium, anhand dessen die weitere Therapie geplant wird. Der Krankheitsfall wird in der Tumorkonferenz besprochen und entsprechend Ausbreitungs-Ausmaß wird von allen Fachdisziplinen gemeinsam der Therapieansatz festgelegt.

6. Operation

In einem lokalisierten Stadium ohne Hinweise auf eine Fernmetastasierung kann der Tumor kurativ operativ entfernt werden – in Anbetracht individueller Faktoren wird gegebenenfalls über eine neoadjuvante Systemtherapie diskutiert, das heißt, dass der Tumor nicht direkt operiert wird, sondern dass zunächst eine Vorbehandlung durch eine medikamentöse Therapie erfolgt.

Ab einem Stadium 4 mit Absiedlungen des Tumors in entfernten Organen wird in den meisten Fällen eine palliative Systemtherapie angeboten, für die der Tumor genau hinsichtlich bestimmter „Prognosefaktoren“ untersucht wird.

In bestimmten Situationen kann trotz einer Fernmetastasierung noch eine operative Entfernung sämtlicher Tumormanifestationen erfolgen, dies muss individuell geplant werden.

7. Systemtherapie 

Früher sprach die Onkologie allgemein von „Chemotherapie“. Da mittlerweile aber Medikamente zur Tumorbekämpfung eingesetzt werden, die nicht als „Chemotherapie“ bezeichnet werden können, sondern zum Beispiel Antikörper oder Enzyminhibitoren sind, hat man sich auf die allgemeineren Begriffe „Medikamentöse Tumortherapie“ oder „Systemtherapie“ geeinigt.

Nach einer kurativen Entfernung ist in vielen Fällen noch eine adjuvante Systemtherapie indiziert, das heißt, dass trotz kompletter Entfernung des Tumormaterials eine Systemtherapie erfolgen muss, um das Rezidivrisiko des Tumors zu verringern.

8. Strahlentherapie 

Gegebenenfalls kann die medikamentöse Tumortherapie mit einer Strahlentherapie kombiniert werden mit dem Ziel einer noch weiterreichenden Krankheitskontrolle. Auch diese Therapiesequenz gehört zu den palliativen Therapieansätzen und wird nach Beschluss durch die Tumorkonferenz individuell geplant und besprochen.

9. Nachsorge

Nach Abschluss einer Tumortherapie, z. B. nach erfolgter Operation und anschließender adjuvanter Systemtherapie ist durch die Deutsche Krebsgesellschaft eine Tumornachsorge über einen Zeitraum von 5 Jahren definiert, die ambulant über die behandelnde onkologischen Praxis organisiert wird. Nachsorgeintervalle sind fest vorgegeben und werden ebenfalls in ausführlichen Gesprächen persönlich mit Ihnen geplant.

1. Epidemiologie, Anatomie, Genese

Als Rektum wird der unterste Teil des Gastrointestinaltraktes bezeichnet, von 16 cm bis zum Darmausgang. Andere Begriffe sind „Enddarm“ oder „Mastdarm“. Das Rektum wird selbst noch einmal in drei Abschnitte unterteilt – das „untere“, das „mittlere“ und das „obere“ Drittel – wobei das obere Drittel hinsichtlich Anatomie und Behandlung so eingestuft wird wie das Kolonkarzinom.
Kolon- und Rektumkarzinome haben viele Gemeinsamkeiten in Ätiologie und Histologie.
Sie unterscheiden sich allerdings in der präoperativen, der operativen und der adjuvanten Therapiestrategie, weswegen diese Tumorart hier einzeln beschrieben wird. Rektumkarzinome machen  Deutschland 30 – 40 % der „kolorektalen“ Karzinome aus.

Jährlich werden ca. 20.000 Neuerkrankungen bei Männern und Frauen diagnostiziert. Mittleres Erkrankungsalter zwischen 70 und 74 Jahren.

Ein Großteil der Tumorerkrankungen geht auf die sogenannte Adenom-Karzinom-Sequenz zurück, in der sie sich über Jahre hinweg aus gesunder Schleimhaut über Polypen schließlich ein Karzinom entwickelt. Es gibt allerdings auch prädisponierende Faktoren wie genetische Syndrome, chronisch-entzündliche Darmerkrankungen und Lebensumstände, die die Entwicklung eines Kolonkarzinoms begünstigen.

Bekannte Risikofaktoren sind Alkoholkonsum, Rauchen, fettreiche Ernährung, rotes Fleisch, wenig Gemüse, Adipositas und Bewegungsmangel.

2. Vorsorge und Früherkennung

Der Nutzen von Verhaltensweisen zur Reduktion des Risikos an einem Kolonkarzinom zu erkranken ist bekannt – hier geht es in erster Linie wir um den Verzicht auf Nikotin, Alkohol, fettige Speisen, das vermehrte Zuführen von Ballaststoffreicher Kost, ausreichende sportliche Betätigung und die Reduktion von Gewicht in den Normalbereich.

Des Weiteren ist die Vorsorgekoloskopie eine der etablierten endoskopischen Untersuchungen, die zur Vermeidung von Krebs-Erkrankungen angewandt werden kann, nämlich dann, wenn ein Polyp, der potentiell maligne entarteten könnte, in dieser Untersuchung entfernt werden kann.

Ab dem 50. Lebensjahr wird diese Untersuchung für Frauen und Männer empfohlen. Weitere Optionen der Früherkennung bestehen z. B. in der Untersuchung des Stuhlgangs auf okkultes Blut.

3. Symptome

Neben unspezifischen Symptomen wie einer ungewollten Gewichts-Abnahme, einem Leistungsknick, Müdigkeit und Abgeschlagenheit können auch Beschwerden durch die Verlegung des Darmlumens durch einen Tumor die Patientin oder den Patienten zum Arzt führen – hierzu können Bauchschmerzen und Krämpfe, Änderungen der Stuhlgewohnheiten bis hin zu einem Darmverschluss – und natürlich auch Blut im Stuhl – gehören.

4. Diagnostik

Die Verdachtsdiagnose einer Dickdarmkrebs-Erkrankung muss durch die entsprechenden Spiegelungsuntersuchungen und bildgebenden Untersuchungen abgesichert werden.

  • Anamnese und körperliche Untersuchung 
  • Laboruntersuchungen/Tumormarker
  • Digital rektale Untersuchung 
  • Starre Rektoskopie
  • Koloskopie
  • Ultraschalluntersuchung (Sonographie) des Bauchraums 
  • Computertomographie (CT)
  • Magnetsresonanztomographie (MRT)
  • Rektale Endosonographie 

5. Stadieneinteilung und Therapieplanung

Aus den Ergebnissen der Untersuchungen ergibt sich das Tumorstadium, anhand dessen die weitere Therapie geplant wird. Der Krankheitsfall wird in der Tumorkonferenz besprochen und entsprechend Ausbreitungs-Ausmaß wird von allen vertretenen Fachdisziplinen, also Chirurgie, Innere Medizin mit Gastroenterologie und Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie und Pathologie, gemeinsam der Therapieansatz festgelegt.

6. Operation

In einem lokalisierten Stadium ohne Hinweise auf eine Fernmetastasierung kann der Tumor kurativ operativ entfernt werden – häufig  wird eine neoadjuvante Systemtherapie nötig, das heißt, dass der Tumor nicht direkt operiert sondern wird, sondern dass zunächst eine Vorbehandlung durch eine medikamentöse Therapie erfolgt.

Bezüglich der Operation ist zu beachten, dass die Lage des Tumors es möglicherweise erfordert, dass ein künstlicher Darmausgang angelegt wird, um einen ausreichend großen Sicherheitsabstand einzuhalten – diesbezüglich werden Sie ausführliche von den Kollegen aus der Abteilung für Abdominalchirurgie beraten.

Ab einem Stadium 4 mit Absiedlungen des Tumors in entfernten Organen wird in den meisten Fällen eine palliative Systemtherapie angeboten, für die der Tumor genau hinsichtlich bestimmter Prognosefaktoren untersucht wird.

In bestimmten Situationen kann trotz einer Fernmetastasierung noch eine operative Entfernung sämtlicher Tumormanifestationen erfolgen, dies muss individuell geplant werden.

7. Systemtherapie

Früher sprach die Onkologie allgemein von „Chemotherapie“. Da mittlerweile aber Medikamente zur Tumorbekämpfung eingesetzt werden, die nicht als „Chemotherapie“ bezeichnet werden können, sondern zum Beispiel Antikörper oder Enzyminhibitoren sind, hat man sich auf die allgemeineren Begriffe „Medikamentöse Tumortherapie“ oder „Systemtherapie“ geeinigt.

Nach einer kurativen Entfernung ist in vielen Fällen noch eine adjuvante Systemtherapie indiziert, das heißt, dass trotz kompletter Entfernung des Tumormaterials eine Systemtherapie erfolgen muss, um das Rezidivrisiko des Tumors zu verringern.

8. Strahlentherapie

Die Strahlentherapie hat bei der Behandlung von Enddarmkrebserkrankungen einen besonderen Stellenwert und kommt beinahe regelhaft zum Einsatz. Häufig wird sie mit medikamentösen Tumortherapien kombiniert – wir kooperieren eng mit der Stahlentherapie des Strahleninstitus in Köln in der Domstraße.

9. Nachsorge

Nach Abschluss einer Tumortherapie, z. B. nach neo-adjuvanter Strahlenchemotherapie, Operation und anschließender adjuvanter Systemtherapie ist durch die Deutsche Krebsgesellschaft eine Tumornachsorge über einen Zeitraum von 5 Jahren definiert, die ambulant über die behandelnde onkologischen Praxis organisiert wird.

Nachsorgeintervalle sind fest vorgegeben und werden ebenfalls in ausführlichen Gesprächen persönlich mit Ihnen geplant.

1. Pankreas – Bauspeicheldrüse  

Das Pankreas gehört zu den größten und wichtigsten Drüsen des menschlichen Körpers. Es liegt im hinteren Teil der Bauchhöhle zwischen Magen und Wirbelsäule in unmittelbarer Nähe zu Leber, Darm und den großen Bauchgefäßen Aorta und Vena cava sowie den ableitenden Gallenwegen.

Die Bauchspeicheldrüse ist ca. 15 – 20 cm lang und wiegt in etwa 70 Gramm. Sie wird in „Kopf“, „Körper“ und „Schwanz“ unterteilt. Der exokrine Teil der Bauchspeicheldrüse produziert Verdauungssäfte, die sie in den Zwölffingerdarm abgibt und die wichtig sind für die Verdauung der aufgenommenen Speisen – ohne diese können die Nährstoffe aus der Nahrung nicht verstoffwechselt werden.

Zum anderen produziert der endokrine Teil der Bauchspeicheldrüse Hormone, z.B. „Insulin“, das lebenswichtig ist für die Regulierung des Blutzuckerspiegels.

2. Bauchspeicheldrüsenkrebs

Bei der Entstehung einer Krebserkrankung weichen einzelne Körperzellen von ihrem „normalen“ Teilungsplan ab: Veränderungen in der Erbmasse der Zellen führen dazu, dass sie sich schneller teilen als normal und Zellverbände (Tumoren) bilden, die sich in die unmittelbare Umgebung ausbreiten, ohne dabei Organgrenzen zu berücksichtigen. Dringen diese Zellen in Lymphgefäße und Blutbahnen ein, kann es zu einer Verbreitung im Organismus kommen (Metastasierung).

Als Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom) bezeichnet man eine bösartige Gewebsveränderung der Bauchspeicheldrüse. Bösartige Tumoren können in Kopf, Körper oder Schwanz der Bauchspeicheldrüse auftreten, wobei der überwiegende Teil im Pankreaskopf auftritt. Fast alle bösartigen Tumoren der Bauchspeicheldrüse entstehen im exokrinen Drüsengewebe, das die Verdauungssäfte produziert.

3. Ursachen und Risikofaktoren

Warum Bauchspeicheldrüsenkrebs entsteht, ist nicht eindeutig geklärt. Es gibt jedoch Faktoren, die das Erkrankungsrisiko erhöhen:

  • Bauspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)
  • Rauchen
  • Alkohol
  • Genetische Veranlagung

 4. Symptome

Vor allem im frühen Stadium verursacht Bauchspeicheldrüsenkrebs kaum Beschwerden, was dazu führt, dass er häufig erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt wird. Folgende Symptome können auf Bauchspeicheldrüsenkrebs hinweisen und sollten, wenn sie länger anhalten, unbedingt mit einem Arzt abgeklärt werden:

  • Schmerzen im Oberbauch
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Appetit- und Gewichtsverlust
  • Gelbsucht (Ikterus)

 5. Untersuchungen

Es gibt verschiedene Untersuchungsmethoden, um Bauchspeicheldrüsenkrebs zu diagnostizieren. Wurde ein Tumor festgestellt, ist ein exaktes und umfassendes „Bild“ der Erkrankung wichtig. Alle Untersuchungen haben deshalb das Ziel, genau zu definieren, wo sich der Tumor genau befindet, wie groß er ist, welche Lagebeziehung er zu anderen Organen und Gefäßen hat, und ob bereits andere Organe betroffen sind. Die wichtigsten Untersuchungsmethoden sind:

  • Anamnese und körperliche Untersuchung
  • Laboruntersuchungen/Tumormarker
  • Ultraschalluntersuchung (Sonographie)
  • Endoskopische Ultraschalluntersuchung (Endosonographie)
  • Computertomographie (Abdomen-CT)
  • Magnetresonanztomographie (MRT)
  • Spiegelung von Bauchspeicheldrüsen- und Gallengang 
  • (Endoskopisch Retrograde Cholangio-Pankreatikographie – ERCP)

6. Behandlungsmöglichkeiten 

Jede Behandlung hat zum Ziel, den Krebs möglichst vollständig zu heilen oder einzugrenzen und die Lebensqualität des Patienten langfristig zu verbessern. Welche Therapie sinnvoll ist, ergibt sich aus der Auswertung aller Untersuchungsbefunde. Unsere Behandlungsprofile orientieren sich an international gültigen Therapieempfehlungen, die auf aktuellen Forschungsergebnissen basieren. Je nach Voraussetzung stehen zur Therapie des Pankreaskarzinoms folgende Behandlungsmethoden zur Verfügung:

  • Operation
  • Medikamentöse systemische Tumortherapie
  • Strahlentherapie

Manchmal ist es sinnvoll oder notwendig, die einzelnen Verfahren miteinander zu kombinieren, um das bestmögliche Therapieergebnis zu erzielen.

Beurteilung des Tumorgewebes

Bevor eine Therapieentscheidung getroffen werden kann, muss untersucht werden, wie weit die Krebserkrankung fortgeschritten ist und welche Eigenschaften der Krebs aufweist. Um eine vergleichbare Beurteilung von Krebserkrankungen zu ermöglichen, wurden einheitliche Bewertungssysteme entwickelt. Im sogenannten TNM-System wird der Tumor hinsichtlich seiner Größe (T), des Lymphknotenbefalls (N) und der gegebenenfalls vorhandenen Metastasen (M) beschrieben.

7. Operation

Das wichtigste Verfahren zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs ist die Operation. Die sogenannte kurative Operation hat das Ziel, den Tumor vollständig zu entfernen und die Krankheit zu heilen.

8. Medikamentöse Tumortherapie

Medikamentöse Tumortherapien sind zentrale Pfeiler der Behandlung von bösartigen Tumoren der Bauchspeicheldrüse. Früher sprach die Onkologie allgemein von „Chemotherapie“, da mittlerweile aber Medikamente zur Tumorbekämpfung eingesetzt werden, die nicht als „Chemotherapie“ bezeichnet werden können, sondern zum Beispiel Antikörper oder Enzyminhibitoren sind, hat man sich auf den allgemeineren Namen „Medikamentöse Tumortherapie“ geeinigt.

Onkologische medikamentöse Tumortherapien werden immer genau auf die persönlichen Bedürfnisse einer Patientin oder eines Patienten abgestimmt, so dass es sehr schwierig ist, hier pauschale Angaben für die einzelnen Behandlungen zu machen – eine Onkologin oder eine Onkologe (Spezialistin/Spezialist für die Behandlung von Krebserkrankungen) wird Sie in einem persönlichen Gespräch beraten:

Bei Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankungen wird in den meisten Fällen eine systemische Therapie, zumeist eine „herkömmliche Chemotherapie“, empfohlen:

Nach erfolgreicher operativer Therapie zur Reduktion des Risikos eines Rezidivs/Wiederkehren des Tumors („adjuvante“ Therapie) und im Falle einer Irrsektabilität mit dem Ziel das Tumorwachstum zu verlangsamen und Tumornebenwirkungen zu vermindern („palliative“ Therapie). Beim Pankreaskarzinom ergibt sich auch häufig die Situation, dass vor einer Operation eine Chemotherapie geplant wird, um die Krankheitsaktivität zu reduzieren und eine Resektion zu erleichtern („neoadjuvante“ Therapie).

Zudem werden die Tumoren auf bestimmte molekulare Marker untersucht, um die Therapie so genau wie möglich planen zu können und um festzustellen, ob eine Behandlung sinnvollerweise im Rahmen einer klinischen Studie durchgeführt werden kann.

Wir pflegen eine enge Kooperation mit dem Zentrum für personalisierte Medizin der Universitätsklinik Köln und stellen bei entsprechenden Fragestellungen die Fälle unserer Patientinnen und Patienten dort im „Molekularen Tumorboard“ vor, um möglicherweise Behandlungsoptionen zu finden zusätzlich zu den Leitlinienempfehlungen.

9. Strahlentherapie

Gegebenenfalls kann die medikamemtöse Tumortherapie mit einer Strahlentherapie kombiniert werden mit dem Ziel einer noch weiterreichenden Krankheitskontrolle. Auch diese Therapiesequenz gehört zu den palliativen Therapieansätzen und wird nach Beschluss durch die Tumorkonferenz individuell geplant und besprochen.

Kontakt

Klinik für Chirurgie

Chefarztsekretariat Prof. Dr. Krieglstein
Mo.-Fr. 9:00-15:00 Uhr
Tel.: 0221/4677-1201 (Sekretariat)
E-Mail: heike.grap@hohenlind.de; christian.krieglstein@hohenlind.de

Medizinische Klinik
Chefarztsekretariat PD Dr. Appenrodt
Mo.-Do. 8:00-16:00 Uhr
Fr. 8:00-13:00 Uhr
Tel.: 0221/4677-1101 (Sekretariat)
E-Mail: tanja.ullmann@hohenlind.de; beate.appenrodt@hohenlind.de

Chirurgische Indikationssprechstunde
Mo.-Do. 9:00-12:00 Uhr
Tel.: 0221/4677-1740

Endoskopie-Terminvergabe
Tel.: 0221/4677-1120

MVZ Onkologie Hohenlind
Tel.: 0221/4677-2155
E-Mail: mvz.hohenlind@hohenlind.de; onkologische.therapie@hohenlind.de

MVZ Gastroenterologie Hohenlind
Tel.: 0221/4677-2155
E-Mail: mvz.hohenlind@hohenlind.de

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